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Sturmschäden im Mais

Während heftiger Gewitter mit und ohne Hagel, Starkregen oder kurzen, heftigen Stürmen kann eine enorme Kraft auf die Maispflanze im Feld einwirken. Die Maispflanzen sind zwar elastisch und dank ihres Stützapparates aus Zellwänden und der Verankerung durch Wurzeln an die Bedingungen bei Wind angepasst, jedoch gibt es auch bei ihnen Grenzen. Ist die Krafteinwirkung zu stark, kann es zu Stängelbruch, Stängelknicken oder Wurzellager kommen.
    
Stängelbruch 
Am anfälligsten für Stängelbruch sind die Maispflanzen während des Fahnenschiebens. Die Pflanzen wachsen zügig in die Länge, während die Lignifizierung der Zellwände etwas später einsetzt. Gerade bei wüchsigem Wetter und sehr gutem Nährstoffangebot ist der Abstand zwischen Längenwachstum und Lignifizierung sehr groß. Meistens bricht der Stängel am Knoten glatt durch. 
Stängelbruch kann auch später während der Blüte auftreten, was aber seltener ist. Pflanzen, welche nicht vollständig durchbrechen, können noch einen Kolben anlegen. Er wird jedoch nicht mehr viel zum Ertrag beitragen.

Abb. 1:  Stängelbruch 
    
Stängelknicken 
Ist der Stängel widerstandsfähig genug gegen Stängelbruch, so kann er auch knicken. Dabei ist es möglich, dass das Gewebe aufreißt. Es stirbt dann an den Rändern ab, trocknet ein und wird pergamentartig. 
Stängelknicken kann sowohl während des Fahnenschiebens als auch nach der Blüte auftreten.
  
 
   
Abb. 2: Umgedrückte Maispflanze Abb. 3: Geplatzter Stängel
durch Windeinwirkung
Abb. 4: Umgedrückte Maispflanzen durch Hagel und Gewittersturm nach der Blüte
    
Wurzellager 

Sind vor der Blüte die Stützwurzeln noch nicht entwickelt oder ist der Boden nach längerem Regen weich, dann kann ein heftiger, kurzer Sturm die Pflanzen in das Lager drücken.
 
Sie versuchen danach wieder senkrecht von der Erde weg zu wachsen und die sogenannte Säbelbeinigkeit tritt auf.

 

 

Abb. 4: Säbelbeinigkeit nach Wurzellager

   
     
Die Folgen 
Duch Stängelbruch oder Stängelknicken geschädigte Pflanzen können wenig zum Ertrag beitragen. Sie bilden häufig Bestockungstriebe, welche keinen Kolben bilden, aber mit den stehenden Pflanzen um Nährstoffe konkurrieren. Tritt Wurzellager auf, so sind die Ertragsverluste umso höher, je näher die Pflanzen dem Blühzeitpunkt waren. Junge Pflanzen wachsen weiter und können noch Kolben bilden. Bei der Ernte kann es dann durch die Säbelbeinigkeit zu Problemen und Kolbenverlusten kommen.
    
Pflanzenbauliche Maßnahmen

Maispflanzen stehen bei sehr hohen Bestandesdichten und 75 cm Reihenabstand sehr eng innerhalb der Reihen. Sie richten dann die Blätter deutlich mehr im rechten Winkel als parallel zur Reihe aus. Diese Pflanzen sind anfälliger für Wind aus dieser Richtung. Bei sehr hohen Bestandesdichten kann auch der Stängeldurchschnitt verringert und dadurch die Standfestigkeit der Pflanzen gefährdet sein. 
Bestandesdichten sollten daher an den Standort angepasst sein. 
 
Für die sichere Verankerung am Standort sorgen bei den Pflanzen die Wurzeln. Ist das Wurzelsystem nicht ausreichend entwickelt, werden die Pflanzen anfälliger für Wurzellager. Dieses kann verschiedene Ursachen wie schlechte Saatbettvorbereitung, zu flache Aussaat, zu hohe Bestandesdichten, ein zu niedriger ph-Wert oder Wurzelfraß durch tierische Schädlinge haben. Hinweise auf tierische Schädlinge finden sich meistens in Form von Fraßspuren an den Wurzeln oder am Stängel.
 
Stark lagernder Körnermais sollte so früh wie möglich geerntet werden, um die Kornqualität zu retten und mögliche Ernteverluste zu mindern. Die Fahrgeschwindigkeit sollte herabgesetzt werden, damit die Pflanzen gut in die Maschine gezogen werden und die Kolben nicht abbrechen. Liegen die Pflanzen alle in einer Richtung, so sollte von der entgegengesetzten Richtung her geerntet werden.

 
Fazit 
Bei wirklich sehr heftigen Stürmen kann jede Maispflanze Schaden nehmen. Der Bestand ist dem Wetter ausgesetzt, welches nicht beeinflusst werden kann. Es sollte jedoch immer die Ursache für aufgetretene Schäden an den Maispflanzen ermittelt werden. Daraus können dann mögliche pflanzenbauliche Maßnahmen abgeleitet werden.