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Fütterungsempfehlungen für mit Pioneer 11CFT behandelte Maissilage

 

  Fütterungsempfehlungen
   

1. Wie wird die Zellwandverdaulichkeit durch Pioneer® 11CFT erhöht?

  • Der spezielle, neuartige Lactobacillus buchneri Stamm in Pioneer® 11CFT setzt während des Silierprozesses spezielle Enzyme frei, die Verbindungen zwischen Lignin und Zellwandkohlenhydraten lösen können. Dadurch wird Ausmaß und Geschwindigkeit des Zellwandabbaus im Pansen gesteigert.
2. Welche Auswirkungen der Behandlung der Maissilage mit Pioneer® 11CFT kann man auf landwirtschfatlichen Betrieben sehen?  
  • Einen Anstieg der Futteraufnahme.
  • Weniger Mobilisation von Körperreserven am Laktationsbeginn.
  • Weniger Nacherwärmung beim Verfüttern.
  • Bei typischen täglichen Schwankungen der Milchleistung um 1 – 1,5 kg/Tag (abhängig von Laktationsstadium, Herdenzusammensetzung, Rationsgestaltung, Witterung u. a.) ist der Anstieg der Milchleistung häufig nicht einfach zu merken.
3. Kann man den Unterschied in Labor-Futterwertanalysen sehen? 
  • Nein: Da die Zusammensetzung der Silage nicht verändert wird, sondern chemische Verbindungen zwischen Lignin und Zellwandkohlenhydraten durchschnitten werden, können Standard-Labormethoden den Effekt nicht feststellen. Das Ergebnis einer Standard-Laboranalyse zeigt den Futterwert der Silage ohne Siliermittel an. Der Einfluss des Siliermittels ist derzeit nur mit Exakt-Fütterungsversuchen quantifizierbar.
    Aber Labore können einen höheren Gehalt an Essigsäure und 1,2-Propandiol nachweisen. Diese bewirken die bessere aerobe Stabilität in Silagen.
4. Wie lange muss die Silage geschlossen bleiben?
  • An Zeitreihenuntersuchungen wird derzeit gearbeitet. Auch in mehrere Monate alten behandelten Silagen wurden noch aktive L.buchneri Bakterien nachgewiesen. Derzeit empfiehlt  Pioneer bei mit Pioneer® 11CFT behandelten Silagen eine Lagerdauer von etwa 2 Monaten, mindestens aber 4-6 Wochen vor der Verfütterung einzuhalten.
5. Muss man bei der Rationsgestaltung / Fütterung etwas beachten?
  • Durch die verbesserte Zellwandverdaulichkeit werden die vorhandenen Nährstoffe schneller abgebaut und die Tiere fressen mehr. Bei Milchkuhrationen mit hohem Konzentratfutter- und/oder Maisanteil (d. h. mit marginaler Strukturwirksamkeit der Ration) kann sich das Azidoserisiko erhöhen: Speziell bei TMR-Fütterung wird eine höhere Futtermenge der Gesamtration aufgenommen, d. h. es wird auch mehr Konzentratfutter gefressen.
    Durch diesen sich so ergebenden Anstieg der Menge schnell im Pansen abbaubarer  Kohlenhydrate und durch den schnelleren Abbau der Maissilage als Strukturlieferant steigt in Rationen mit marginaler Strukturwirksamkeit ggfs. das Azidoserisiko. Die Kühe sollten daher genau beobachtet werden.
6. Muss die Rationszusammensetzung verändert werden? 

Das ist normalerweise nicht erforderlich, sollte aber in folgenden Situationen erwogen werden:

  • Bei unter 50 % Grobfutter in der Gesamtration.
  • Bei niedrigem Strukturgehalt der Ration (z. B. niedriger Strukturwert).
  • Bei einem hohen Rationsanteil Maissilage (ggfs. plus LKS, CCM oder Feuchtmais)
  • Obige Punkte insbesondere dann, wenn (viel) Getreidestärke in der Ration ist.

 

7. Hilft Pioneer® 11CFT auch gegen Nacherwärmung? 
  • Ja, das Nacherwärmungsrisiko wird vermindert. Untersuchungen im Pioneer-Silagelabor mit Modellsilagen zeigen, dass die Silagen fast doppelt so stabil sind, zudem wird der Besatz mit Nacherwärmung verursachenden Hefen deutlich reduziert.
8. Hat die Essigsäurebildung durch 11CFT Einfluss auf die Futteraufnahme?
  • Verschiedene Untersuchungen zeigen, dass Essigsäure von L.buchneri Bakterien wie in SILA-BAC Stabilizer oder in Pioneer®11CFT nicht die Futteraufnahme reduzieren.
  • Durch 11CFT steigt die Futteraufnahme spürbar an! (+4 % im Mittel der Gesamtherde bzw. sogar + 13 % in der Gruppe der frisch laktierenden Kühe; LWK NDS, 2008).