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MAXIMUS® Rapshybriden mit verbesserter Wurzelausbildung

ADAS, größter britischer Dienstleister im Bereich Umweltforschung, führt eine langfristig angelegte Studie durch, deren Ziel es ist, Anbaustrategien zu erarbeiten und zu überprüfen, wie verbesserte Winterrapsbestände erstellt werden können. ADAS charakterisiert diese Zielbestände durch ein großes Wurzelsystem bei einer eher verhaltenen oberirdischen Entwicklung. Durch ihr kräftiges Wurzelsystem haben diese Bestände ein optimales Wasser- und Nährstoff-Aneignungsvermögen. Dabei soll die oberirdische Pflanzenmasse ausreichend sein, damit sie eine optimierte Aufnahmekapazität für die Nährstoffe hat. Neben dem Einsatz von Triazolen sieht ADAS einen erfolg versprechenden Ansatz im Einsatz von MAXIMUS® Winterraps-Halbzwerghybriden. In einem zweiortigen Experiment konnte 2006 gezeigt werden, dass die MAXIMUS® Hybride PR45D01 ein wesentlich stärkeres Wurzelwerk als eine weit verbreitete normalstrohige Sorte entwickelte.

Die Versuche wurden an den ADAS Standorten Boxworth in Cambridgeshire und Rosemaund in Hereford, d.h. im Hauptanbaugebiet für Winterraps in England, durchgeführt. Die Versuche wurden als Blockversuche mit 3 (Boxworth) bzw. 4 (Rosemaund) Wiederholungen durchgeführt. Die normalstrohige Sorte Winner und die MAXIMUS® Halbzwerghybride PR45D01 wurden Anfang September bei ortsüblichen Aussaatstärken ausgesät. Die Schwefelversorgung wurde durch Kieserit (150 kg SO3 / ha) abgesichert. Stickstoff wurde in zwei Gaben gegeben mit einer Zielmenge von 200 kg N/ ha, wobei der von der Kultur aufgenommene Stickstoff berücksichtigt wurde. Die Wurzelproben wurden unmittelbar nach der Ernte gezogen. In jeder Parzelle wurden 6 Bodenproben mit einem Durchmesser von 2,6 cm bis in eine Tiefe von 1 m ausgestochen. Die Bodenzylinder wurden anschließend in 20 cm lange Teilstücke zerlegt und unmittelbar darauf eingefroren, damit die Wurzeln nicht abgebaut werden konnten. Die drei Teilstücke unter 40 cm (40-60 cm, 60-80 cm, 80-100 cm) wurden für die weitere Bearbeitung ausgewählt. Die Wurzeln wurden ausgewaschen und in einem Filter (550 Micron Maschenweite) gesammelt. Die Wurzellängen wurden durch einen Scanner (Win-RHIZO STD LC1600+, Regent Instruments Inc., Sainte Foy, QC, Kanada) gemessen.

Wurzeldichten-Bestimmung (GIF 11 KB)
Die Wurzeldichten in ADAS Rosemaund entsprachen den Werten, wie man sie aus früheren Untersuchungen für die Kulturart Winterraps und die untersuchten Bodentiefen erwarten konnte. Mit zunehmender Tiefe nahmen die Wurzeldichten ab. In ADAS Boxworth waren dagegen die Wurzeldichten deutlich geringer als in Rosemaund, wobei auch hier die Wurzeldichten mit zunehmender Bodentiefe abnahmen.

An beiden Standorten wies die MAXIMUS® Hybride um 20 % größere Wurzeldichten als die Normalstroh-Sorte auf. Es sind weitere Studien nötig, um dieses Ergebnis abzusichern. Welche Bedeutung diese Ergebnisse haben können, zeigt beispielhaft eine Untersuchung in ADAS Boxworth (GIF 7 KB) aus 2004/2005 auf.

Die Untersuchung, die frühere Studien bestätigt, weist auf, dass 54% der Ertragsunterschiede durch die unterschiedlichen Wurzellängen erklärt werden können. Solche Zahlen lassen darauf schließen, dass hier die Wasserverfügbarkeit ertragsbegrenzend wirken könnte. Die Wurzelentwicklung und folglich die Wasserverfügbarkeit zu verbessern, würde somit die Trockentoleranz und schließlich die Ertragshöhe und Ertragsstabilität erhöhen.
 
Die Ergebnisse von ADAS zeigen Möglichkeiten, unter Verwendung des neuen Wuchstyps der MAXIMUS® Rapshybriden den Rapsanbau weiter zu optimieren.